Author Archives: Alex

Allgäu-Orient 2012. Die etwas andere Rallye

Allgau-Orient, die größte “non Profit” Rallye der Welt. Ein Abenteuer auf Rädern inclusive einer Beruhigungspille für das schlechte Gewissen nicht doch noch ein wohlstandsgeplagter Narzisst zu sein. Das letzte erschwingliche Abenteuer ohne Kommerz und BigBusiness!
Das also bewegt sechs Kollegen, die sich privat kaum kennen, drei Wochen lang in einem Auto oder einsam auf einem Motorrad den Allerwertesten plattzudrücken? Nein, die Frage zu bejahen, wäre viel zu simpel und zu spontan, als dass man als Team mit Fahrzeugen eine Reise von Oberstaufen nach Azerbaidshan antritt. …

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Siegerehrung in Jabal Rum

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Servus “Miteinan’d”
Das war eine lange Nacht im Wüstencamp “Jabal Rum” !
Wie immer waren wir zu spät! Ist zwar sehr ärgerlich, dennoch wie es die letzten drei Wochen zeigten, kaum vermeidbar. Jeder Kopf will halt in seine Richtung, Verzögerungen sind hier leider unvermeidbar! Egal, wir wollten Bier mitbringen und fuhren noch eine Hinterhoftanke an. Nach freundlichem “Have you Beer?” und ebenso freundlicher Antwort “No, we don’t”, räumten wir den Kühlschrank leer und mussten den halben Abend “non alkoholic” Limonade saufen! Selber Schuld :-)
Im Camp selber ging derweilen die Post ab. Alle Verlierer bekamen den ” Vierten Platz”. Hierzu zählten wir leider auch, was jeder von uns schon geahnt hat und somit mit Fassung hingenommen wurde. Eine Medaille gab es für Alle, insofern bin ich persönlich sehr glücklich darüber ( hatte noch nie Eine bekommen, geschweige gewonnen )
Das Camel und somit den Ersten Platz machten “Die Erlkönige” Gratulation und Glückwunsch an dieser Stelle! Die Siegerehrung war einwenig Enttäuschend, da ein Teammitglied darauf eine Runde drehen durfte, nach Hause gab es nur Erinnerung.
Drumherum war die Welt gespalten. Bei lauter Abrakadarbra-Disco haben sich einige Teams vorab mit Hochprozentigem eingedeckt. Die Dummen zahlten tatsächlich 5 Taken (Dinar~Euro) später sogar unverschämte sechs Euro für eine Bierdose! Solch dicken Geldbündel bei unseren Bankwucherern habe ich als Autokinoerprobter noch nie gesehen! Wie zählten zu den Letzteren..egal hat Spass gemacht :-)
Ab zwei Uhr trennte sich der Spreu vom Weizen..die Harten blieben wach, die Luschen nutzten die Teppiche als Schlafmatratzen.
Im Übrigen haben unsere Zweiradseparatisten einen Sonderpreis eingeheimst. Zwei “Samsun”- T-Shirt’s gab es als Draufgabe. Markus hat sich gefreut, wie ein Schneekönig! Passte zufälligerweise zu seinem Araber-Outfit.
Um drei Uhr kam die Abschiedsstunde..Dann waren’s nur noch Drei.
Mit einem Nackten Arsch verabschiedeten uns die “Drei Musketiere a la Arabica” zum Flughafen.
PS: Ich habe irgendwie Pech mit der Sitzplatzverteilung. Erneut saß ich auf den engsten Plätze mit dem “vollschlanken” Sitznachbar und einer arroganten Tussi im Vorfeld, welche einfachhalber die Sitzlehne zurückschnallte und “bitte die Lüftung ausmachen, es zieht” als Dankeschön.
Naja mit Rückenschmerzen und akrobatischen Verrenkungen in den Mittelgang habe ich auch diese Nummer überstanden.
Das Thema Fliegen habe ich diesmal mit einer LMA-Tablette unbekannter Herkunft gemeistert.
Aktuell geht’s endlich in einem überfüllten ICE nach Hause..Juuhuu..
Die “Drei Musketiere” bleiben noch zwei Tage und genießen hoffentlich die Ruhe vor dem Sturm!…

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Jordanien Radisson Blue in Aqaba

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Wir sind in Aqaba am Roten Meer in Jordanien. Drei Reisebusse haben uns nach unserem Flug von Amman in die Nacht hinein in das fünf Sterne Radisson Ressort in der Nähe von Aqaba gebracht. Im vollen Bus stank es wie in der Dampfsauna. Mal ging die Lüftung. Mal waren zumindest wir an den hinteren Plätzen dem Erstickungstod nahe. Der größten Vogel hat der Fahrer abgeschossen in dem er am Lenkrad einfach mal einen Minutenschlaf eingelegt hat. Unser Willi vom OK hat ihn dann die 300km unterhalten mitsamt einer Musikeinlage im David Ghetto Arabica Syle, bis die Ohren platzten.
Da wir erst um zwei Uhr in der Nacht einquartiert wurden und ein “Gute Nacht Bier” nicht fehlen sollte, wurde es ca. 4 Uhr. Hier trennten sich unsere Wege:
Lothar und Christian waren so stramm und fuhren um 8:30 in die Felsenstadt “Petra”. Ich und der Rest spielten zusammen “Ein Tag am Meer” und ich muss sagen: ” Für mein Geschmack eine tolle Wahl!”
Baden im Roten Meer und “Infinity Pool” was auch immer das bedeuten soll, Sonnen, Sightseeing in Downtown Aqaba..und erst unser neuer Freund “Ali Baba” persönlich! Wie dieser Hafenschreier uns blöde Touries um den Finger wickelte?! Am Schluss kann man nicht “Nein” sagen.
Immerhin bekamen wir das “Ein mal Eins” der Gewürze mit Tee, Kaffee und Gewürzproben usw.! Da wir heute in das Whadi Rum Wüstencamp zur Siegerehrung fahren, durfte ein Beduinen “Thoup” natürlich nicht fehlen.
Aktuell versuchen wir ein Fahrzeug zu mieten…ich, Lotahr und Christian fahren noch in der Nach zurück nach Amman zum Flughafen. Der Rest verbringt weitere zwei Tage in diesem kargen Land.
Die Nummer mit dem Busfahrer macht mir einwenig sorgen, wir sind vorgewarnt und halten Wache :-)

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Juuuhuuu..ich bin seit 6 Jahren wieder geflogen..Amman wir kommen

Kurze Erklärung: Ich leide unter starker Flugangst, welche mich seit Jahren plagt. Was ich schon Flugtickets verrissen habe und auf den abenteuerlichsten Wegen nach Hause gekommen bin?!
Naja den Vormittag haben wir in der Wohnung aufgeräumt, Lothar, Christian und Markus waren Fotos entwickeln und das Roadbook komplettieren.
Gegen Nachmittag kam das Unwohlsein wieder, mitsamt Panik. Ich fing mit einem Bier an…der Rest ist privat :) Dennoch empfand ich das Fliegen seit längerer Zeit als sehr angenehm. (Bis auf den Punkt, dass ich das größte Glück hatte vor einem großen und wahrscheinlich schwerstem Rallyeteilnehmer zu sitzen. Er hatte gar kein Platz in Economy und ich müsste immer aufrecht sitzen)
Der Vogel brachte uns sicher nach Joordanien und wir holten sogar 2 h Zeit wegen der Zeitverschiebung.
Am Flughafen war uns sofort klar, dass wir uns in einem äußerst moslemischen Land befinden. Ich habe bis jetzt noch nie Burkhas mit Handschuhen und Sichtschutz gesehen! Der Flughafenangestellte holt sein Teppich raus und betet vor dem Laufband.…

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Nachtrag zu Gestern

Ich habe meine durchaus scharf formulierte Berichterstattung über die Verwertung der Fahrzeuge aus unsere Homepage entfernt.
Nachdem ich von mehreren Teamkollegen scharf kritisiert wurde, möchte ich nicht aus der Reihe tanzen und somit ist es eine Teamentscheidung!
Nichtsdestotrotz bleibe ich dabei, dass die Abgabe der Fahrzeuge unsauber verlaufen ist und für mein Geschmack allen Teamteilnehmern gegenüber nicht zufriedenstellend. Wir hatten gemeinsam das Gefühl, dass dem Zweck der Rallye hiermit kein Gefallen getan wurde.
Wer hier geschlampt oder sonst die Finger im Spiel hatte, bleibt außen vor!…

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Wissenswertes über Tee trinken

Habe heute meinem Freund Rahman ein Geheimnis entlockt.
Und zwar: “Tee sollte man aus diesen Tailiengläsern trinken, da der untere Teil des Glases durch das größere Volumen bzw. Druck das Teearoma nach oben drückt und somit dem Tee eine Duftnote verleiht! In Kaffee- oder geraden Gläsern bleibt das Aroma am unteren Drittel des Glases stehen und hat keine Kraft sich zu entfalten!”
Ein weiteres Geheimnis ist die Tee-Zubereitung!
In der Türkei hat der Tee einen “starken Touch” bzw. eher einen bitteren Abgang. Zuckerwürfel sind hier Pflicht! In Azerbaidzhan braucht der Tee gefühlt weniger Süße oder Zucker (Heute haben wir Tee mit Kirschensirup getrunken..mmhh..lecker) das liegt daran, dass die Türken ihren Chay mit Satz aufkochen und kochen lassen, während die Azerbaidzhaner den Satz absinken lassen und den Tee ziehen und warmhalten ohne zu kochen. Das Ergebnis lässt sich wirklich herausschmecken, da das Bittere komplett fehlt! Lecker!
Im Café oder besser Teehaus hat der Besitzer mitbekommen, dass ich über Tee schreibe und lud uns auf’s Haus auf eine spezielle Mischung mit Kräutern aus den Bergen ein. Schmeckt scharf und anders: Mir gefällts! Er gab mir eine Tüte für meine Frau mit. Vielen Dank, sehr freundlich.
Im Übrigen bestätigte er mir Rahman’s Erklärungen zum Teetrinken.

 

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Erfreuliches…

Das mit den Autos haben wir schon vergessen. Der Markus hat aus Frust noch die Reifen runterradiert. Werden sicherlich tolle Fotos! Den Nachmittag verbrachten wir mit Sightseeing und ordentlich Essen an der Strandpromenade.
Man muss sagen Baku hinter dem Wall ist eine Monsterstadt. Kunstwerkgebäude wohin man sieht. Hilton und andere Monsterhotels sind in der Stadt. Das Eurovisiongelände hat den weltgrößten Fahnenmast mit 315m und andere Superlative.
Und erst die Autos: Unter 5Liter geht hier gar nichts! Brabus, Luma etc. in G-Modellen usw. beherrschen das Stadtbild..Vor jeder Baracke steht ein Lexus. Was machen wir falsch?
Aktuell stürmten wir ein W-Lan-Café und tippen auf unseren Handys rum und nippen mal wieder Chay!

 

 

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Stau in Baku

20120513-135239.jpgDa wir uns hier in einer Defacto-Monarchie befinden, beschloss die aktuelle Regierung zum Geburtstag des verstorbenen und ewigen Präsidenten Alijev Sr. eine Fahrradtrophy auszutragen.
Für uns bedeutet dieses Ereignis, Stau Stau Stau und nochmals Stau in der ganzen Stadt. Gehupe und Gedränge bei 33Grad und gefühlten 100!! Ewig lebe Geidar Alijev!…

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Ziel erreicht: Baku

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Baku wir sind am Ziel!
Gestern Abend war es stressig. Nicht nur, dass wir in dieser Einbahnstraßen-Stadt komplett den Überblick verloren haben (Wir mussten Stefan aus dem Kanister nachtanken). Wir haben die Türkische Botschaft wahrscheinlich zigmal umkreist und was finden wir an einem Laternenmast: Ein Minischild vom Organisationskomitee “Wir sollten doch morgen bis 12 Uhr 45km von hier auf einen Parkplatz kommen, dort bekommen wir weitere Informationen?!” Also ehrlich: Unseren Empfang habe ich mir anders vorgestellt!

20120513-122338.jpgNaja, mein Freund Rahman hat uns an der Botschaft abgefangen und lotste uns zur unseren Wohnung! Nach einem Abendessen in der Nähe fielen wir um ca. 2 Uhr Ortszeit mal wieder in unsere Feldbetten, welche uns für weitere zwei Tage treue Dienste leisten müssen.
Die Wohnung ist ganz ok, dass die Gebäude als “Neubau” bezeichnet werden, ging in unseren deutschen Köpfe nicht rein. Sieht aus, wie 30 Jahre alter Ghettostyle mit Kombitherme auf dem Balkon, alles sehr abenteuerlich verlegt.
Heute morgen spielte Rahman Navigation und lotste vorbei an Erdölpumpen mitten in Wohnvierteln, Erdölseen zu dem Brennenden Berg, wo wir unsere Siegeszigarre angezündet haben. Was für eine Luft? Erdöl wohin das Auge reicht. Rahman zu dem Thema: “Eine kleine Pumpe macht 20000 Dollar am Tag. Wenn die Regierung und täglich ein Schnapsglas Öl abgeben würde, wäre wir alle Millionäre!”
Aktuell fleddern wir unsere Autos und verstauen alles in der Wohnung. Rahman spielt den Verwerter :) als Lohn für seine Begleitung. Danach fahren wir zu dem Sammelplatz für die Autos und erhalten unsere Infos für Morgen.…

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Die brennende Sonne der Wüste

Wir sind kurz vor Baku, an den Bohrtürmen vorbei. Es stinkt furchtbar nach Gas und der Sandsturm raubt die Sicht. Was für ein Anblick! Der absolute Gegensatz zu Georgien. Wir nehmen Kurs auf die Türkische Botschaft in Baku. Danach empfängt uns mein Freund Rahman. Er ist heute extra aus Moskau eingeflogen. So wie es aussieht, schlafen wir in einer großen Wohnung im Stadtzentrum, hat Rahman für uns reserviert. Die Azerbaidzhaner denken doch tatsächlich wir kommen wegen der “Eurovision 2012″. Auf den Strassen herrscht das pure Chaos bei Null Sicht! Istanbul war ein Witz dagegen.

 

 

 

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